Hainichen

Gemeinsam Farbe bekennen – Graffiti-Workshop an der „Elektrischen Kirche“ 06.07.-10.07.2026

Die elektrische Kirche am Eingang zum Stadtpark erstrahlt in neuem Glanz – ein großes Dankeschön an die beteiligten Jugendlichen und dem Verein „Regenbogenbus“

Die durch den Regenbogenbus e. V. initiierte Aktion „Gemeinsam Farbe bekennen“ war eine ganz tolle Sache für unsere Stadt. Herzlichen Dank den Initiatoren Moritz Winter und Nancy Schreiber. Vielen Dank dem beteiligten Künstler André Wolf.

Und natürlich insbesondere herzlichen Dank den Jugendlichen, welche bei dieser Aktion mitgemacht haben. Nachstehend ein Bericht vom Regenbogenbus über die Aktion. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Wollen wir hoffen, dass die Elektrische Kirche in Zukunft von hässlichen Schmierereien verschont bleibt. Die erste Nagelprobe gibt es bereits am kommenden Wochenende zum Parkfest.

Dieter Greysinger, Oberbürgermeister

Gemeinsam Farbe bekennen – Graffiti-Workshop an der „Elektrischen Kirche“ 06.07.-10.07.2026

Eine Woche voller Kreativität, Teamarbeit und neuer Erfahrungen liegt hinter uns: Gemeinsam mit 20 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 24 Jahren haben wir von KONTRAST – Mobile Jugendarbeit in Mittelsachsen die Fassade der „Elektrischen Kirche“ im Stadtpark Hainichen neu gestaltet. Unterstützt wurden wir dabei von dem Berufskünstler André Wolf, der die Teilnehmenden während des gesamten Workshops fachlich begleitete.

Ausgangspunkt für das Projekt war eine Situation, die viele Bewohnerinnen und Bewohner Hainichens kennen: Die Fassade der „Elektrischen Kirche“ wurde über Jahre hinweg immer wieder durch Schmierereien beschädigt. Trotz wiederholter Neuanstriche blieb das Problem bestehen. Gemeinsam mit der Stadt Hainichen entstand deshalb die Idee, den Ort dauerhaft positiv zu verändern und junge Menschen aktiv an der Gestaltung ihres Lebensumfeldes zu beteiligen. Wir freuen uns sehr, dass Oberbürgermeister Dieter Greysinger diese Idee von Anfang an unterstützt hat.

Von Beginn an war uns wichtig, möglichst viele Menschen einzubeziehen. Deshalb haben wir die Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Ideen für das zukünftige Wandbild einzureichen. Die Rückmeldungen zeigten schnell, was den Menschen in Hainichen wichtig ist: Naturmotive, Bezüge zu Christian Fürchtegott Gellert und typische Wahrzeichen der Stadt. Gemeinsam mit den angemeldeten Kindern und Jugendlichen sowie dem Künstler wurden diese Ideen in Vorbereitungstreffen aufgegriffen, weiterentwickelt, ergänzt und schließlich in ein gemeinsames Gestaltungskonzept übersetzt.

Der Workshop vermittelte jedoch weit mehr als kreative Techniken. Die Teilnehmenden beschäftigten sich zunächst mit den rechtlichen Grundlagen rund um Graffiti und erfuhren, welche Folgen Sachbeschädigung oder das Verwenden verfassungsfeindlicher Kennzeichen haben können. Ebenso standen Arbeitsschutz und der sichere Umgang mit Spraydosen, Leitern und Schutzausrüstung im Mittelpunkt. Erst danach wurden an Übungstafeln verschiedene Sprühtechniken ausprobiert, bevor die Gestaltung der Fassade begann. Zusätzlich entstanden Leinwände für den Jugendclub „Pflaume“ im Sportforum sowie individuelle Kunstwerke für zu Hause.

Für uns als Mobile Jugendarbeit zeigt dieses Projekt eindrucksvoll, wie wichtig Beteiligung ist. Wenn Kinder und Jugendliche Verantwortung übernehmen, ihre Ideen einbringen und gemeinsam etwas Bleibendes schaffen können, stärkt das nicht nur ihre Kreativität und ihr Selbstvertrauen, sondern auch die Identifikation mit ihrer Stadt. Aus einer Fläche, die lange negativ wahrgenommen wurde, ist so ein Ort entstanden, auf den alle Beteiligten stolz sein können.

Unser herzlicher Dank gilt allen Kindern und Jugendlichen, die mit großem Engagement und viel Kreativität dabei waren. Ebenso danken wir dem Künstler André Wolf für seine fachliche Begleitung, der Stadt Hainichen für die gute Zusammenarbeit sowie dem Landkreis Mittelsachsen für die Förderung des Projekts über den Aktionsplan „Toleranz ist ein Kinderspiel“. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie aus einer Idee ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Kreativität und gelebte Beteiligung werden kann.

Moritz Winter und Nancy Schreiber

Regenbogenbus e.V.

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