Hainichen

Ansprache des Oberbürgermeisters zum Neujahrsempfang am 16.01.2026

Auch wenn es viel Text ist => meine Ansprache zum Neujahrsempfang ist alljährlich eine wichtige Information über den aktuellen Stand von vielen Dingen in unserer Stadt. Viel Spaß beim Lesen

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Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Gäste des Neujahrsempfangs 2026 der Stadt Hainichen,

 

herzlich willkommen zu diesem schönen Ereignis in unserer guten Stube, dem Goldenen Löwen. Schön, dass in politisch stürmischen Zeiten der Neujahrsempfang als Konstante seit vielen Jahren einen festen Platz im Veranstaltungskalender unserer Stadt gefunden hat.

Zum vierten Mal findet der Neujahrsempfang seit der Wieder-Inbetriebnahme im Goldenen Löwen statt. Da ich vor 6 ½ Wochen meine vierte Amtszeit als Bürgermeister von Hainichen antreten durfte, habe ich bei der Vorbereitung der heutigen Rede etwas in meinen früheren Ansprachen geblättert. Es handelt sich um den 22. Jahreswechsel, zu dem ich Hainichen als Bürgermeister vorstehen darf. Gleichzeitig ist heute mein 20. Neujahrsempfang. Also ein kleines Jubiläum.

Zu Beginn meiner Amtszeit, zum Jahreswechsel 2004/05, manch einer wird sich noch daran erinnern, trafen wir uns am Samstagmittag im Ratssaal. Ich setzte damit die von meinem Vorgänger im Amt, Rainer Sobotka begonnene Tradition fort.

Damals haben wir bei einem Glas Sekt miteinander aufs neue Jahr angestoßen, gemeinsam mit dem Gewerbering das alte Jahr Revue passieren lassen und sind dann recht bald wieder auseinander gegangen. 2009 kam die erste große Änderung, wir trafen uns fortan freitagabends und sind nach dem offiziellen Teil nicht mehr so schnell nach Hause gegangen. Sicher wird das heute auch wieder so sein. Der Neujahrsempfang wurde zum ersten größeren gemütlichen Beisammensein in unserer Stadt im neuen Jahr. Beim einen oder anderen Kaltgetränk werden wir heute nach dem offiziellen Teil miteinander ins Gespräch kommen und noch die eine oder andere Stunde gemeinsam im Goldenen Löwen verbringen. Dieses Format hatte ich damals übrigens von Mittweida abgeschaut, wo der damalige Oberbürgermeister Matthias Damm von bierseligen Verbrüderungen zu später Stunde beim dortigen Neujahrsempfang schwärmte. 2020, kurz vor Beginn der Pandemie dann der letzte Neujahrsempfang im Ratssaal. 2021 und 2022 fielen wegen Corona die Neujahrsempfänge aus, 2023 trafen wir uns erstmals hier, im Neorokokosaal, seither unsere gute Stube. Es ist heute also der vierte Empfang in diesem äußerst feierlichen Rahmen.

Genau vor 5 Jahren wurde der Goldenen Löwe fertiggestellt, die geplante Eröffnungsfeier musste damals wegen Corona ausfallen.

Wir sind alle, auch nach 5 Jahren, immer noch mächtig stolz auf dieses wirklich gelungene Bauvorhaben. Das größte Geschenk ist für mich die tolle Resonanz und vielfältige Nutzung des Saals in den vergangenen 5 Jahren mit stets zunehmender Tendenz. Welch tolle Atmosphäre herrschte am vorletzten Sonntag beim Neujahrskonzert der Mittelsächsischen Philharmonie hier im Löwen? Wie begeistert waren wir alle von den musikalischen Darbietungen des Klangkörpers und auch von der sympathischen Erscheinung des neuen Generalmusikdirektors Jose Luis Gutiérrez.

Hatten wir vor 5 Jahren aus der Not heraus festgelegt, hier künftig Stadtratssitzungen durch zu führen, um einen Teil der 25 notwendigen Veranstaltungen im Jahr zusammen zu bekommen, damit wir nicht die Fördermittel zurückbezahlen müssen, könnten wir jetzt wieder locker wieder in den Ratssaal zurückkehren, hat doch die vielfältige und häufige Nutzung des Saals im positiven Sinn unsere Erwartungen weit übertroffen. Aber auch die große Mehrheit der Stadträte möchte, dass es so bleibt, und die Stadtratssitzungen weiterhin hier durchgeführt werden.

Ich danke unseren Altvorderen und habe immer noch großen Respekt für diese bauliche Leistung vor rund 130 Jahren, denn in der heutigen Zeit werden solch baulichen Prunkstücke faktisch nicht mehr errichtet. Um wieviel ärmer wäre unser Stadtbild ohne diesen wunderschönen Saal, ohne die frühere Reichsbahnschule, die Villen in der Nähe des Bahnhofs und viele weitere Prachtbauten, welche vor rund 1 ¼ Jahrhunderten errichtet wurden. Ob die Menschen in 100 Jahren dies über die Bauwerke unserer Zeit auch denken werden? Ich habe da zumindest meine Zweifel. Übrigens habe ich beim Blättern durch meine früheren Ansprachen entdeckt, dass die Kritik des Sächsischen Rechnungshofs am Projekt Goldener Löwe vor 8 Jahren Gegenstand meiner Ansprache war. Lieber Rechnungshof, gerade bei unsinnigen Bauvorhaben ist es durchaus gut, dass es Sie gibt, aber man kann sich auch mal irren. Beim Goldenen Löwen haben Sie sich geirrt.

Zum Neujahrsempfang 2025, befanden wir uns in einer politisch beispiellosen Vakanz. Wir hatten keine Bundesregierung, keinen Landrat, die Sächsische Landesregierung war erst wenige Tage vorher ins Amt gekommen. Sorgen, dass mit fehlender eigener Mehrheit das Regieren schwer wird, haben sich in den letzten Monaten durchaus als berechtigt dargestellt.

Mit Blick auf die aktuellen Zahlen bei der Sonntagsfrage, wen man wählen würde, wenn am Sonntag Wahl wäre, werden unklare Mehrheitsverhältnisse aber künftig eher die Regel als die Ausnahme sein. 4 Landtagswahlen 2026 werden da schon einen Vorgeschmack geben. Ob die von den anderen Parteien viel gescholtene AfD, die gerade in den ostdeutschen Ländern bei Umfragen klar vorne liegt, eine Alternative ist, darf zumindest bezweifelt werden. So lange sie bei sensiblen Themen wie Europäischer Union und Nato kein klares Bekenntnis abgibt, dass diese Grundfesten des Friedens, der Freiheit und des Wohlstands in unserem Land sind, wird sich an der Brandmauer wohl nichts ändern und das ist aus meiner Sicht auch richtig.

Hatten viele von uns Ende des vergangenen Jahres noch auf einen Frieden in der Ukraine unter der Einflussnahme von Donald Trump gehofft, sind wir heute schon froh, wenn wir morgens aufwachen und die USA haben Grönland noch nicht militärisch eingenommen.

Wenn der frühere russische Staatspräsident Dmitri Medwedew vor wenigen Tagen vorschlägt, im Stile von Nicolas Maduro auch Friedrich Merz zu entführen und in den sozialen Netzwerken finden solche Theorien in Deutschland zahlreiche Befürworter und nur wenige kritische Stimmen, wird es mir himmelangst, wo wir mittlerweile hingekommen sind.

Ins gelobte Land am Ural auswandern, will aber kurioserweise faktisch niemand. Der Starke schlägt den Schwachen, Menschen- und Völkerrecht zählen in der jetzigen Zeit nichts mehr. Der Gazastreifen, die Ukraine, Venezuela, der Iran, Syrien, der Libanon. Man könnte diese Liste fortsetzen. Leidtragend ist immer die Zivilbevölkerung, die Kinder, die Alten, die Frauen, welche auch 2025 in viele Gegenden auf der Erde unsägliches Leid ertragen mussten.

Was ich von unserer Bundesregierung in diesen Tagen vermisse, sind klare kritische Worte nicht nur Richtung Moskau, nein auch an Menschen wie einen Benjamin Netanjahu oder einen Donald Trump. Laufend in diplomatische Floskeln ausweichen, immer wieder versuchen zu beschwichtigen und hoffen, dass dies Donald Trump in seinen Wahn, in seiner Selbstverliebtheit stoppt, ist aus meiner Sicht falsch. Rund 100 Tote als sogenannte Kollateralschäden bei der Entführung des Staatschefs in Venezuela, 70.000 tote Zivilisten im Gazastreifen durch eine völlig unangemessene Reaktion von Israel, 15.000 tote Menschen im Ukrainekrieg. Vom Sudan, Syrien und anderen Ländern ganz zu schweigen.

Dass wir uns in Deutschland derzeit halbwegs sicher fühlen können, haben wir maßgeblich der EU und Nato zu verdanken, auch wenn letztere derzeit als Bündnis mit verlässlichen Partnern wohl nur noch aus Europa und Kanada besteht. Undenkbar, wenn wir in dieser Zeit auf uns alleine gestellt wären.

Wer glaubt, Deutschland stünde heute ohne Mitgliedschaft in Nato und EU sicherer da, ist genauso naiv, wie jemand, der glaubt, Deutschland kann alleine das Weltklima retten oder Gender-, Wolf-, Biber- und Storchbeauftragte sind wichtiger als die Beseitigung von Bürokratie und die Ankurbelung der Wirtschaft.

Wenn derzeit landauf landab über eine dauerhafte Anbringung von Deutschlandfahnen vor den Rathäusern diskutiert wird, stehe ich der Sache auch in Hainichen aufgeschlossen gegenüber, aber definitiv nur im Zusammenhang mit der Fahne der Europäischen Union.

Offene Grenzen in Europa, für unsere Generation ist dies selbstverständlich. 29 Staaten in Europa haben vereinbart, einander zu vertrauen und sogar weitgehend Grenzkontrollen abgeschafft, treffen in einem Parlament gemeinsame Entscheidungen. 20 Länder haben eine gemeinsame Währung, sind geldpolitisch gesehen, ein Land. Wie dankbar wäre die Bevölkerung Deutschlands und Europas vor 100 Jahren, im Jahr 1926 gewesen, wenn dies damals schon so gewesen wäre. Welch großes Leid hätte verhindert werden können.

Aber vielleicht ist genau das unser Problem. Wir halten das Gute für selbstverständlich und regen uns übers Schlechte auf. Eine, wenn oft auch anstrengende, Demokratie ist für mich immer noch um Lichtjahre besser, als Herrschaftsformen wie in Moskau oder Peking. Bei aller berechtigter Kritik – ich bin auch froh, dass mein Regierungschef Friedrich Merz heißt und nicht Donald Trump, Benjamin Netanjahu oder Viktor Orban.

Eigentlich hätte 2025 für uns ein Festjahr sein müssen. 80 Jahre Frieden in Deutschland und 35 Jahre Deutsche Einheit. Und bei allen Problemen und Zukunftssorgen sind wir nach der USA und China immer noch die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und die mit Abstand größte in Europa.

Freilich erhoffe ich mir aus Berlin klarere Signale als das was in den ersten Monaten von schwarz/rot kam. Mit Klientelpolitik kommen wir in nicht aus der Wirtschaftskrise. Die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie oder die Mütterrente mögen schöne Dinge für einen Teil der Gesellschaft sein, Fakt ist aber auch, dass wir das dort ausgegebene Geld an anderer Stelle wieder reinholen müssen und es nicht für andere, aus meiner Sicht viel wichtigere Dinge zur Verfügung steht.

Interessant und spannend finde ich dagegen den Vorschlag von Markus Söder, die Anzahl der Bundesländer zu reduzieren. Brauchen Niedersachsen und Bremen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg, Berlin und Brandenburg, aber auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zwingend eigene Ministerien für Landwirtschaft, Umwelt, Wirtschaft oder Kultus oder auch eigene Datenschutzbeauftragte? Die Anzahl der Ministerien, Staatssekretäre und Parlamentsangehörigen könnte markant gesenkt werden, ohne dass in meinen Augen die Demokratie dadurch Schaden nimmt.

Ich werde immer wieder darauf angesprochen „du bist doch alles andere als ein typischer Sozi, warum bist du überhaupt noch Mitglied in dieser Partei?“. Dann antworte ich, „weil die SPD auch die Partei eines Gerhard Schröder oder Helmut Schmidt ist, welche mutig echte Reformen angegangen sind und nicht nur von Gutmenschen. Den Mut eines Gerhard Schröder, Angelegenheiten wie grundlegende Reformen der Rente oder der Sozialsysteme anzugehen und dabei jeden Stein umzudrehen, würde ich mir auch von Friedrich Merz wünschen. Da ist noch viel Luft nach oben.

Es gibt darüber hinaus in Deutschland auch sehr erfolgreiche SPD Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister. Menschen, die den Mut haben, Dinge beim Namen zu nennen, Probleme aufzuzeigen und Betrug auch als Betrug zu bezeichnen. Wenn tausende Sinti und Roma nach Deutschland einwandern, ist das zum Großteil keine Freizügigkeit am Arbeitsmarkt, sondern Einwanderung in die Sozialsysteme. Das Wort „Bürgergeldmafia“ soll und muss man auch beim Namen nennen dürfen. Ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die SPD wieder zur Partei der Arbeiter, Angestellten, Handwerker und Selbständigen wird.

Geregelte Migration und Kriminalitätsbekämpfung als Kernpunkte, keine kulturellen Orchideenthemen wie Gendern, ein überzogener Datenschutz oder auch eine Energiewende um jeden Preis, vorbei an der Bevölkerung.

Am Abend des 1.Weihnachtsfeiertags gab es in Hainichen einen schlimmen Vorfall. Ein Familienvater forderte beim Aussteigen aus der Citybahn am Hainichener Bahnhof vier ausländische Jugendliche auf, das Abbrennen von Böllern und Feuerwerkskörpern zu unterlassen. Kurz darauf traten die Jugendlichen die Flucht Richtung LIDL an und der Familienvater hatte Stichverletzungen, welche offensichtlich von einem Messer stammten. Solche Menschen haben ihr Gastrecht in unserem Land verwirkt. Wer mit einem Messer zum Hainichener Bahnhof kommt, der hat nicht kapiert, was die Eckpfeiler unseres Miteinanders und unseres Gesellschaftssystems sind.

Sie bringen zudem die vielen ehrlich arbeitenden Menschen mit Migrationshintergrund, die wir am Arbeitsmarkt so dringend brauchen, als Krankenschwestern, als Altenpfleger, als Reinigungskräfte, als Amazon-Fahrer, in Misskritik und vermitteln gerade diesen Menschen leider oft den Eindruck, sie werden alle über einen Kamm geschert und seien in Deutschland nicht willkommen. Doch diese Menschen brauchen wir, in unserer überalternden Region noch mehr als anderswo in Deutschland. Südwestsachsen ist laut Freier Presse nach Ligurien in Italien die zweitälteste Region in der gesamten Europäischen Union.

Ich bin gespannt, ob ich irgendwann überhaupt erfahre, was die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall des Vorgangs zu Weihnachten am Hainichener Bahnhof ergeben haben. Ob es hier wirklich zu einer Verurteilung kommt oder ob sich alle Verdächtigen gegenseitig die Schuld zuschieben und das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft aus Mangel an Beweisen wieder mal eingestellt wird. Zumindest habe ich kommenden Dienstag ein Gespräch mit der verantwortlichen Mitarbeiterin der Ausländerbehörde im Landratsamt hier vor Ort. Ein Gespräch mit der Staatsanwaltschaft, welches zielführender wäre, würde ich mir freilich viel mehr wünschen. Wenn ich nun öffentlich fordere, dass diese Leute, sofern sie keine Deutschen sind bzw. kein dauerhaftes Bleiberecht haben in ein Flugzeug nach Kabul oder Damaskus gehören und nicht auf unseren Bahnhof oder in den Stadthallenpark nach Chemnitz, dann bin ich kein Rechter, sondern jemand der das ausspricht, was viele denken und was auch selbstverständlich sein sollte.

Auch gegen linksgerichteten Terror wünsche ich mir ein erheblich stringenteres Vorgehen. Was sich zu Jahresbeginn in Berlin abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung. Ich bin gespannt, ob man die Verantwortlichen des Sabotageakts an der Stromversorgung findet und vor allem, ob sie auch eine harte Strafe bekommen. Zu diesem Thema ist es mir in den letzten Tagen ehrlich gesagt viel zu ruhig geworden.

Ich habe mal in den letzten Tagen gegoogelt, was mit den Klimaklebern der „Letzten Generation“ passiert ist, welche vor nicht allzu langer Zeit deutsche Flughäfen lahmgelegt haben. Leider habe ich nur Hinweise auf Bewährungs- und überschaubare Geldstrafen gefunden, ein hartes Urteil, welches Nachahmer abschreckt und vor allem die Geschädigten ein Stück weit besänftigt, sieht anders aus. Ich befürchte, dass die Täter, wenn man sie überführt, eine milde Bewährungsstrafe wegen Sachbeschädigung bekommen

Die Verantwortlichen für den Stromausfall in Berlin müssen nach meiner Einschätzung für Jahrzehnte hinter Gitter, denn was diese ihren Mitmenschen angetan haben, können wir aus der Ferne gar nicht so richtig beurteilen, das ist kein kleiner Jungen Streich.

Ich denke an Menschen ohne Licht und bei Kälte in den Krankenhäusern und Altersheimen, aber auch an den ganz normalen Bürger. Ein Staat, der eine „0 Toleranz Politik“ fährt, wäre ein erstes Signal, verlorenes Vertrauen in die Obrigkeit zurück zu gewinnen. Ich würde diese „0 Toleranz Politik“ sehr gerne auch in Hainichen einführen. Leider ist aber auch der Titel „Oberbürgermeister“, den ich seit 5 Jahren tragen darf, aber eher selten verwende, dafür nicht geeignet, denn Auskünfte der Staatsanwaltschaft bekomme ich in der Regel nicht, dafür Hinweise, ich solle mich auf meine Arbeit als Bürgermeister konzentrieren.

Doch jetzt zu Dingen, welche wir in Hainichen beeinflussen können und entfernen uns von der Bundes- und Weltpolitik. Zunächst ein Rückblick auf das zu Ende gegangene Jahr.

Ich habe es in meiner Weihnachtsansprache im Gellertstadtbote formuliert „ich freue mich immer aufs Neue, dass ich das Gefühl habe, viele Sorgen der Welt sind uns in Hainichen weitgehend fern“. Wir leben in unserer Stadt und auch in den 6 Ortsteilen ein weitgehend harmonisches Miteinander, das Stadtbild verbessert sich Jahr für Jahr und wir feiern ausgelassen und oft - stimmungsvolle und fast immer friedliche Feste.

Die wichtigsten Investitionen im vergangenen Jahr gingen zum Großteil in die Technik der Freiwilligen Feuerwehr. Die Wehren Gersdorf/Falkenau und Schlegel erhielten ein neues LF10 Fahrzeug, die Freiwillige Feuerwehr Eulendorf ein 22 Jahre altes, aber robustes, ordentliches Auto, ebenfalls ein LF 10, welches das für den südlichen Stadtbereich so dringend benötigte Wasser mit sich führt.

Zwischen Gersdorf, Falkenau und Hainichen wurde ein ganzes Netz neuer Radwege feierlich seiner Bestimmung übergeben. Es ist wohl das dichteste Radwegenetz zwischen drei Orten im ganzen Landkreis überhaupt.

Der Planfeststellungsbeschluss für das Hochwasserrückhaltebecken an der kleinen Striegis am Ortsende von Berthelsdorf wurde erlassen und schuf Baurecht, da er zum Glück nicht beklagt wurde.

Seit wenigen Tagen laufen vorbereitende Arbeiten, wie die Fällung von Bäumen und – wenn der Frost wieder aus dem Boden ist – auch archäologische Untersuchungen. Letzteres ist für mich übrigens eine Gelddruckmaschine, über die man beim Thema „Reduzierung der Bürokratie“ durchaus auch einmal nachdenken könnte. Den Schatz von Troja oder das Bernsteinzimmer in den Großwiesen hinter Berthelsdorf zu entdecken, erscheint mir recht unwahrscheinlich. Alte Münzen und Teile alter Werkzeuge haben wir schon zur Genüge.

Beim Striegistalradweg wurde 2025 ebenfalls der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt zwischen Kratzmühle und Roßwein erlassen. Er wurde allerdings- wie auch zu erwarten, von einem Umweltschutzverband beklagt. Erfreulicherweise wurden wir zumindest kurz vor Weihnachten durch das Verwaltungsgericht Chemnitz als Verfahrensbeteiligte hinzugeladen. Bisher war dies nämlich nur der Freistaat Sachsen und der hinlänglich bekannte Umweltverband, nicht die Anliegerkommunen.

Unseren Einfluss geltend machen wir ab sofort unter anderem mit Hinzuziehung einer renommierten Anwaltskanzlei für Umweltrecht. Einer Fachanwaltskanzlei, welche dem klagenden Verband in anderen Fällen, z. B. in Flöha, schon empfindliche Niederlagen beigebracht hat. Wir hoffen auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts in den nächsten 2-3 Jahren. Dass das Urteil in unserem Sinn ausfällt, hoffen wir natürlich sehr und sind da auch sehr optimistisch.

Nachdem wir jetzt schon über 20 Jahre auf den Striegistalradweg warten, halten wir diese vermeintlich überschaubare Zeit auch noch aus. Am wichtigsten ist, dass Striegistal und Roßwein weiterhin zur Stange halten. Und da spricht alles dafür.

Sehr erfreulich im letzten Jahr war für mich die zunehmende Belebung unseres Hainichener Markts. Mit Ernstings Family im Juli und TEDI im September eröffneten gleich zwei größere Geschäfte mitten in unserer Stadt. Beide übrigens nach ihrer eigenen Aussage nur deshalb, weil ALDI in unsere Innenstadt gezogen ist. Wir standen gerade dieser Ansiedlung zu Beginn kritisch gegenüber, weil wir ALDI gerne an alter Stätte weiterhin gesehen hätten. Die Sache hat so aber ganz sicher auch ihr Gutes für Hainichen.

Ich möchte es noch einmal betonen. Ernstings und TEDI haben mir gegenüber angedeutet, dass Hainichen von der Einwohnerzahl her eine grenzwertige Entscheidung war und man die Umsätze der nächsten Monate abwarten will, bevor man entscheidet, wie es final weitergeht.

Es liegt also an uns allen, ob wir uns weiterhin über eine belebte Innenstadt freuen können oder nicht. Die Unterstützung der hiesigen Gewerbetreibenden betrifft natürlich alle unsere Händler, bald auch die neue Eisdiele im ehemaligen Venezia Markt 12. Natürlich stehe ich mit den Besitzern von „N Eis Zapfen“ in Frankenberg, welche sich in Hainichen ein zweites Standbein schaffen wollen, in regelmäßigem Kontakt. Schon in wenigen Wochen soll es losgehen, man kann die Bauarbeiten gut vom Markt aus beobachten. Im Gegensatz zu Frankenberg plant man bei uns mit einer „normalen“ Eisdiele, die auch am Wochenende geöffnet hat. Ronny Heymann und Annett Adler, beide übrigens wohnhaft in unserem Ortsteil Gersdorf, schon mal herzlich willkommen am Hainichener Markt.

Ein Höhepunkt zum Ende des letzten Jahres war die KUHA, die Europäische Kulturhauptstadt in der Region Chemnitz. Unsere gesamte Gegend hat sich gegenüber den Gästen von ihrer besten Seite gezeigt, Englisch war zeitweise zweite Landessprache in Chemnitz und viele verließen unsere Region mit besten Eindrücken und sehr positiv überrascht, was man hier alles sehen und erleben kann.

Mit der Veranstaltung „Die Mitte von Mittelsachsen grüßt Europa“ auf der Freilichtbühne haben wir in Hainichen unser eigenes Ausrufezeichen gesetzt und einen eigenen Beitrag zum Gelingen des Projekts geliefert.

Ich bin der Stadt Chemnitz sehr dankbar, dass man die 38 Partnerkommunen im Umfeld so aktiv mit ins Geschehen einbezogen hat. Man kann optisch von der Endless Column halten was man will, der Purple Path ist auf jeden Fall eine tolle Idee, das reiche geschichtliche und kulturelle Erbe unserer Region unseren Gästen, aber auch der eigenen Bevölkerung näherzubringen. Der Purple Path wird bleiben und den einen oder anderen zusätzlichen Besucher nach Hainichen bringen.

Ebenfalls gut gelungen ist das zweite Hainichener Kulturhauptstadtprojekt, welches bleiben wird, die Apfelbaumwiese am Areal beim Witzgut, neben der B169. Hier gilt mein Dank neben Bauhof und Verwaltung auch unserer Friedrich-Gottlob-Keller-Oberschule für die tolle Unterstützung bei der Anpflanzung. Liebe Frau Weinhold, wie auch bei vielen anderen Dingen „DANKE“, zum Beispiel beim Tassenspülen zum Weihnachtsmarkt und auch Ihre Unterstützung zum heutigen Neujahrsempfang.

Wo Licht ist, da ist auch Schatten, unschön im vergangenen Jahr war sicher die lange Sperrung der B169 zwischen Hainichen und Frankenberg. Doch jetzt mit neuer Decke, lässt sich die Straße wieder gut befahren, vergessen sind die monatelangen Umleitungen.

Unschön auch, dass unser Breitbandprojekt noch nicht abgeschlossen ist. Die Insolvenz der Firma Schönertel kurz vor Ende der Baumaßnahmen im Juni 2024 haben die Bauleistungen immerhin 1½ Jahre zum Erliegen gebracht. Vodafone hat ungeachtet dessen im Jahr 2025 neu 350 Haushalte in der Stadt und den Ortsteilen ans Turbointernet angeschlossen. Zusammen mit den bereits davor aufgeschalteten rund 180 Haushalten können damit aktuell 530 Haushalte in unserer Stadt und den Ortsteilen das schnelle Internet genießen.

Eigentlich hätten die überschaubaren Restleistungen im Sommer 2024 abgeschlossen sein sollen. Diesen Montag war geplant, mit dem Tiefbau weiterzumachen, der Kabelzug ist seit November vor Ort. Der Winter hat uns leider aber erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich stehe mit dem beauftragten Unternehmen in laufendem Kontakt und wir geben uns einmal wöchentlich eine Wasserstandsmeldung bezüglich der Temperaturen durch. Sobald der Frost aus dem Boden ist, geht es los, das hat man mir bei einer Videokonferenz am 7.1. fest versprochen. Die Restbauzeit soll inklusive notwendiger Dokumentation nur noch maximal 2 Monate für Tiefbau und Kabelzug betragen. Eine Fertigstellung der Arbeiten bis Ende April 2026 ist aus meiner Sicht sicher. Im Sommer wollen wir den Abschluss dieses Projekts, welches im Wertumfang von ca. 36 Millionen Euro das kostenintensivste Projekt in der gesamten Hainichener Stadtgeschichte überhaupt war, mit einer kleinen Feier würdigen.

2025 endete im Landkreis Mittelsachsen, aber auch in unserer Stadt für wichtige Entscheider ihr Berufsleben. Sie traten in den verdienten Ruhestand über. Sie haben große Fußspuren hinterlassen. Wenn ich einige von ihnen jetzt namentlich erwähne, ist dies keinesfalls eine Abwertung anderer Entscheider bzw. Verantwortlicher, welche ebenfalls in den Ruhestand gegangen sind und welche ich nicht erwähnt habe.

Es sind Lebenswege, welche unsere Stadt und die Region über Jahrzehnte geprägt haben und ohne die Hainichen und die Mitte Mittelsachsens nicht stünde, wo wir heute erfreulicherweise stehen. Es sind Erfolgsgeschichten, die uns alle stolz machen können.

Fangen wir im Rathaus, in unserer Verwaltung an: Hier ist der Generationenwechsel für mein Dafürhalten in den letzten 2 ½ Jahren bestens gelungen: Frau Neumann, Herr Stenker und Frau Geisler sind im wohlverdienten Ruhestand gegangen. An Ihre Stelle sind Frau Brandt, Herr Lippert und Frau Krucoski getreten. Alle drei sorgen für viel frischen Wind in der Verwaltung und waren Garant für einen unproblematischen Übergang. Danke aber auch ihren Vorgängern, die Jahrzehnte lang hervorragende Arbeit geleistet haben. Die Laudatio und Ehrung von Regina Herberger an Evelyn Geisler zum Neujahrsempfang im Vorjahr war wohl der emotionalste Moment in der Geschichte der Hainichener Neujahrsempfänge überhaupt.

Kurz vor Weihnachten endete die segensreiche Tätigkeit unseres langjährigen Pfarrers Friedrich Scherzer in der Hoffnungskirchgemeinde. Er gehört heute zu unseren Gästen und ich will dir, lieber Friedrich, noch einmal herzlich für deinen jahrelangen Einsatz mit Herz, Verstand, viel Feinfühligkeit und vor allem der Gabe auch mal Zuhören zu können, danken.

Ein echtes Hainichener Alphatier, der ab sofort morgens länger schlafen kann, ist der langjährige Geschäftsführer der Firma Demmelhuber, Rüdiger Schmidt. Er hat maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte von Demmelhuber in Schlegel und ohne sein Engagement wäre die Firma, die letztes Jahr mit einem fulminanten Festumzug im Schlegeler Gewerbegebiet ihr 30jähriges Jubiläum feiern konnte, mit Sicherheit nicht zu einer der größten Firmen in Hainichen überhaupt geworden.

Mit den Schulfreunden Ulrich Pötzsch(ZWA) und Michael Tanne (Regiobus) sind zwei Geschäftsführer kommunaler Unternehmen Ende 2025 aus dem aktiven Berufsleben ausgeschieden, die dort wahrlich Pionierarbeit geleistet haben. Beide waren gerade mal Anfang 30 als sie kurz nach der Wende bereit waren, enorme Verantwortung zu übernehmen. Beide haben das damals in sie gesetzte Vertrauen um ein Vielfaches zurückgegeben.

Der ZWA mit Sitz in Hainichen ist heute einer der größten Dienstleister auf dem Gebiet der Wasserver- und Abwasserentsorgung in ganz Sachsen, einer der größten Arbeitgeber in unserer Stadt und ein absolut zuverlässiger Partner der Kommunen. Dies war freilich nur möglich, weil Ulrich Pötzsch faktisch jeden Wasserhahn zwischen Colditz, Penig, Zschopau und Eppendorf kannte. Danke lieber Herr Pötzsch. Bitte halten sie im Ruhestand ihre liebe Frau bei Laune, die wir als Kinderärztin in Hainichen nach wie vor dringend brauchen.

Ähnlich Regiobus. Es gab Kreisfusionen und manches kommunale Busunternehmen in Sachsen geriet in dieser Zeit in unruhiges Fahrwasser. Nicht Regiobus. In Sachsen gibt es dafür einen Begriff und der heißt „fischelant“. Lieber Michael Tanne, du hättest es verdient, dass es künftig „tannelant“ heißt.

Doch kommen wir bei meiner Ansprache nun zum Schritt vom Jahr 2025 nach 2026. Uns erwarten bauseitig und veranstaltungsmäßig allerhand spannende Dinge im neuen Jahr.

Zunächst einmal DIE erfreuliche Nachricht und Botschaft aus Hainichen zum Jahreswechsel 2025/26 : Auch wenn die Geburtenzahlen in Hainichen, wie überall in Sachsen, rückläufig sind und es wohl leider auch keine Trendwende bedeutet: Von Heiligabend 2025 bis 5.1.2026, also innerhalb von nur 12 Tagen, wurden 4 Hainichener Kinder geboren. Wir haben 2025/2026 ein Weihnachtskind, ein Silvesterkind, ein Neujahrskind und noch eine weitere Geburt am 5.1.2026. Am Montag habe ich den stolzen Eltern im Rathaus persönlich gratuliert und unsere neuen Hainichenerinnen und Hainichener ganz herzlich begrüßt. Was kann man sich Schöneres vorstellen? Auch von dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Glückwunsch den Familien Lauckner/Karst, Schindler, Morgenstern und Lermer.

(Nachsatz: Übrigens habe ich zum Neujahrsempfang 2026 erfahren, dass wahrscheinlich sogar noch mehr Hainichener Kinder um den Jahreswechsel geboren wurden, wir werden dies recherchieren und ggf. einen weiteren Artikel zu diesem Thema veröffentlichen)

Ich werte dies zumindest als ermutigendes Zeichen und einen Start ins neue Jahr nach Maß für unsere Stadt. Geburten tun not. Auch 2025 sind wieder mehr Menschen nach Hainichen zu- als von hier weggezogen. Dennoch ist unsere Einwohnerzahl um fast 1 % gesunken, weil eben mehr als dreimal so viele Menschen gestorben sind, wie Kinder neu geboren wurden.

Dass die Arbeiten am Hochwasserschutzbecken begonnen haben, erwähnte ich bereits. Im Stadtpark wollen wir das Parkpflegekonzept fortsetzen, unter anderem mit der Erneuerung des Hauptwegs, des Kinderspielplatzes und der Sicherung des Werner-Mausoleums vor eindringendem Oberflächenwasser. Wir haben dafür im Haushalt 360.000 € zur Verfügung und hoffen, dass dieses Geld vielleicht sogar reicht, dass wir eine der Rathausfassaden energetisch sanieren können, um die Energiekosten nachhaltig zu senken. Die anderen drei Fassaden sollten dann auch irgendwann mal drankommen.

Die Gerichtstraße zwischen Oberen Stadtgraben und Heinrich-Heine-Straße wird 2026 grundhaft ausgebaut, ebenfalls die Gersdorfer Allee, welche uns in letzter Zeit zahlreiche neue Bewohner gebracht hat. Beide Straßenbauprojekte werden zusammen weit über eine Million Euro kosten, die Hälfte davon erhoffen wir uns als Fördermittel durch den Freistaat.

Mein persönliches Lieblingsprojekt im gerade begonnenen Jahr ist die Revitalisierung des früheren Molkerei- und Brauereigeländes. Nach rund einem Jahr Vorbereitung kann es jetzt endlich losgehen. Die Baugenehmigung liegt endlich vor. Damit wird 2026 das letzte Stück ungepflegte Wildnis in der Innenstadt beseitigt. Mit Schaffung zusätzlicher Parkplätze reagieren wir auf die Belebung unserer Innenstadt, schaffen Parkmöglichkeiten für Veranstaltungen im Goldenen Löwen und gleichzeitig die Grundlage für den Bau und die Sanierung weiterer Wohnungen im Stadtzentrum. Hinzu kommt an diesem Ort die Erneuerung unserer in die Jahre gekommenen Stadttoilette, die sich künftig ebenfalls auf dem genannten Areal befindet und das Wiederanlegen des alten Färbergässchens zur Camera obscura. Besonders erwähnenswert ist die Schaffung von 6 Stellplätzen für Wohnmobile, die ebenfalls dort entstehen werden. Meine Vision ist es, nach der Fertigstellung des Bauvorhabens im Spätherbst, dieses schöne Ereignis auf besondere Art und Weise zu feiern: Indem wir in diesem Jahr unseren Weihnachtsmarkt dort abhalten.

Damit stünden die Parkplätze am Markt auch in der Vorweihnachtszeit den Geschäften zur Verfügung, großflächige und aufwändige Umleitungen entfallen und wir könnten den neu gestalteten Platz gleich angemessen in Beschlag nehmen. Ob dies dann eine Eintagsfliege oder gar eine Dauerlösung wird, können wir zu gegebener Zeit entscheiden. Hinter dieser Schnapsidee stehen natürlich gleich mehrere Fragezeichen, allen voran, ob alles bis dahin überhaupt alles fertig wird und ob die wichtigsten Entscheider meine Idee auch gut finden.

Unsere Bibliothek erhält für 300.000€ einen zweiten Fluchtweg und kann dann wieder ganze Klassen gleichzeitig beherbergen, zum Beispiel zur Lesenacht. Wie wichtig ein nachhaltiger Brandschutz ist, hat sich in der Silvesternacht im schweizerischen Crans Montana gezeigt.

Sehr erfreulich im Vorjahr war Platz 2 für unseren Beitrag „Balancegleis“ beim Städtewettbewerb „Ab in die Mitte“. Darauf werden wir im Verlauf des Abends noch intensiver zu sprechen kommen. Nach dem Ende des offiziellen Teils läuft dazu hier auf der Leinwand ein Film. Mit dem Bau des Balancegleises wollen wir ebenfalls dieses Jahr beginnen. Wer sich näher für das Projekt interessiert, kann dazu gerne im Verlauf des Abends auch den „Vater des Erfolgs“, Steffen Krätzsch, befragen.

Bei der geplanten Erneuerung des Sportlerheims des Riechberger FC sind wir dank des Engagements des RFC, der finanziellen Unterstützung durch den Klosterbezirk Altzella, sowie Geldern vom Kreissportbund einen großen Schritt weitergekommen. Ich denke, dass auch dieses Vorhaben im Jahr 2026 begonnen werden kann.

Eine Baumaßnahme im Umfang von rund 300.000 € findet derzeit eher im Stillen statt: Es geht um die Schadensbeseitigung in den Umkleidekabinen im Sportforum. Ich begrüße es außerordentlich, dass es dem Bauamt gelungen ist, einen Großteil der Kosten über die Versicherung zu regulieren. Denn die Ursache des Schadens war der unbemerkte Eintritt von Wasser. Danke den Nutzern des Sportforum fürs Verständnis, vorübergehend Container als Umkleiden nutzen zu müssen. Das ist gerade in der kalten Jahreszeit nicht besonders behaglich. Wir sind optimistisch, dass im März alle Räume wieder genutzt werden können.

Es sind also, trotz knapper und schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen doch einige Dinge, welche wir dieses Jahr auf den Weg bringen möchten. Der Haushalt ist ein Kraftakt, er wurde aber genehmigungsfähig auf den Weg gebracht und findet hoffentlich die breite Zustimmung der Stadträte. In der heutigen Zeit, in welcher rund 1/3 aller Kommunen in Mittelsachsen überhaupt keinen genehmigungsfähigen Haushalt zusammenbekommen, ist dies schon ein Privileg.

Eines meiner persönlichen Steckenpferde und Lieblingsthemen ist die Beseitigung von Brachen. Ich meine, dass wir in Hainichen gerade auf diesem Gebiet in den letzten Jahren recht erfolgreich waren. Aber es ist halt leider auch eine „Never Ending Story“. Glaubt man, endlich mit dem Kapital fertig zu sein, tauchen die nächsten Schandflecke und Ruinen auf.

Der Fördersatz für derartige Abrisse ist mit bis zu 90 % recht lukrativ, der Eigenanteil dadurch meist zu stemmen. Doch der Teufel steckt leider oft im Detail, was häufig Probleme im Grundbuch bedeutet. Nicht geklärte Besitzverhältnisse, viele Besitzer die von ihrem Glück nichts wissen, hohe finanzielle grundbuchliche Belastungen, welche vor Jahrzehnten eingetragen wurden, leider aber auch teilweise nicht nachvollziehbare Festlegungen der Gerichte und auch oft überzogene finanzielle Forderungen der Besitzer, welche eigentlich froh sein müssten, wenn sich die Stadt ihrer Ruine annimmt, hemmen uns oft, hier noch aktiver zu werden.

Im Vorjahr wurde die alte Maxim-Gorki-Oberschule abgerissen, Pläne für einen Abriss des Eckhauses Ernst-Thälmann-/ Gellertstraße und dem ruinösen Haus neben der elektrischen Kirche im Stadtpark liegen in der Schublade. Derzeit ist der Fördertopf in Dresden leider leer, es besteht ein Antragsstopp. Sobald dieser aufgehoben ist, werden wir wieder zuschlagen und versuchen, möglichst viel Geld nach Hainichen zu holen.

Leider kommen aber laufend neue Problemimmobilien hinzu, teilweise liegen diese an viel befahrenen Straßen. Aktuell macht uns das ehemalige Haus „Leder Schrödel“, Mittweidaer Straße 6, große Sorgen. Zweimal musste die Feuerwehr im Vorjahr herunter gefallene Teile der Fassade vom Fußweg entfernen, dieser war dadurch bereits mehrere Wochen voll gesperrt. Undenkbar, wenn das Problem weiter eskaliert und die Mittweidaer Straße aus Sicherheitsgründen gesperrt werden müsste. Entlang der Ernst-Thälmann-Straße gibt es zwischen Franz-Hübsch -Straße und Georgenstraße gleich mehrere Sorgenkinder. Bei allen kritischen Gebäuden wohnen die Besitzer weit weg, teilweise im Ausland.

Auch in unseren Ortsteilen gibt es einige solcher Problemfälle.

Ich freue mich sehr, dass der Landkreis Mittelsachsen in diesem Jahr offensichtlich eines davon, das jahrzehntelange Sorgenkind „Ernst-Thälmann-Straße 23“ beseitigen will. Dafür kämpfe ich seit vielen Jahren. Ich wäre dem Landkreis außerordentlich dankbar, wenn dieses Haus 2026 wegkommt.

Eine Mischung aus Sorgen, Frust und Ärger bereiten mir zwei Straßenbaumaßnahmen, die zwischenzeitlich seit vielen Jahren auf ihre Realisierung warten, bei denen ich aber Jahr um Jahr vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr vertröstet werde. Die Hüllen, welche ich zu jedem der beiden Vorgänge in meinem Schrank habe, sind bereits mehrere Zentimeter dick. Die Anzahl der negativen Antworten auf meine Anfragen schon nicht mehr zu zählen. Beide Vorhaben und vor allem die lange Zeit, welche wir schon darauf warten, dass sie umgesetzt werden, sind ein Armutszeugnis für unseren Freistaat: So ist die Hauptstraße in Bockendorf seit 9.2.2018 und damit seit nunmehr 8 Jahren halbseitig durch einen eingebrochenen Einlauf blockiert. Bereits 2020 sollte die Schadensbeseitigung erfolgen. Seither werde ich Jahr um Jahr vertröstet und erhielt auch bei meinem letzten persönlichen Besuch im Landesamt für Straßenbau und Verkehr im November wieder die ernüchternde Mitteilung, dass auch 2026 kein Geld für die Schadensbeseitigung da ist. Zwischenzeitlich bereits 8 Jahre ist der Freistaat Sachsen nicht in der Lage, eine solch vermeintlich kleine Sache zu regulieren. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

Genauso unbefriedigend ist die Vertröstung bezüglich der S34, der Nossener Straße zwischen den Sieben Kurven und der Pflaumenallee. Der Abschnitt zwischen Kaltofen und Ortseingang Hainichen wurden 2004 und damit vor 22 Jahren fertiggestellt, der Abschnitt zwischen Oederaner Straße und Pflaumenallee vor 14 Jahren, im Jahr 2012. Eine sehr lange Zeit habe ich weitgehend die Beine stillgehalten, jetzt reißt mir aber der Geduldsfaden und ich werde die zuständige Ministerin nach Hainichen einladen. Warum tut man sich so schwer, für dieses verhältnismäßig kurze Stück Straße in 1 ½ Jahrzehnten das Geld zusammen zu bekommen? Braucht man etwa eine solche Straße für einen Spielfilm, in dem es um „Deutschland vor 125 Jahren“ geht? Eine 8 Meter breite, mit Kopfsteinpflaster versehene, zudem viel befahrene Straße, welche als offizielle Umleitungsstrecke bei Behinderungen auf der A4 zwischen Berbersdorf und Hainichen dient, gibt es zwischenzeitlich weit und breit nicht mehr – außer im Hainichener Stadtteil Ottendorf.

Ich werden also nicht müde werden, das Sächsische Infrastrukturministerium und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr immer wieder und noch hartnäckiger als bisher auf den Missstand hinzuweisen. Bevor die Nossener Straße überhaupt erst gebaut werden kann, muss vorher noch ein Regenrückhaltebecken am Ortsteingang errichtet werden. Wir sprechen hier also von einem Bau der Straße als solches frühestens im Jahr 2027.

Apropos Film: Ich habe Hainichen übrigens als Austragungsort für den ZDF-Erzgebirgskrimi ins Spiel gebracht und mich bei der Produktionsfirma mit einem Brief beworben. Hainichen gehört zwar nicht mehr unmittelbar zu dieser Region, wäre aber mit dem Stadtpark und vielen anderen mystischen Orten eine tolle Filmkulisse. Zudem beherbergen wir mit der Drechslerei Wagner einen der größten Hersteller erzgebirgischer Volkskunst. Rainer Jahreis der verantwortliche Regisseur, er stammt übrigens wie ich aus Mittelfranken, hat mir in seiner Antwort zumindest eine wohlwollende Prüfung zugesichert.

Im Februar beschreiten wir neue Wege und wollen den Doppelhaushalt für die Jahre 2026/27 beschließen. Viele andere Kommunen, der Landkreis Mittelsachsen, aber auch der Freistaat arbeiten seit Jahren mit diesem Instrument und haben weitgehend positive Erfahrungen mit Doppelhaushalten gemacht. Warten wir ab, ob es uns in Hainichen ähnlich ergeht.

Um unseren Service im Bürgerbüro weiter zu verbessern, wollen wir im Laufe des Jahres eine digitale Terminvergabe einführen. Natürlich können die Bürger von Hainichen, Striegistal und Kriebstein dort auch weiterhin ohne Anmeldung vorbeischauen. Wer aber Wartezeiten vermeiden und gleich drankommen will, kann dann ein festes Zeitfenster online buchen.

Ich spreche alljährlich zum Neujahrsempfang einen persönlichen Wunsch für das begonnene Jahr in unserer Stadt aus. Dieser betrifft immer eine Sache, die mir besonders am Herzen liegt: In diesem Jahr betrifft dieser Wunsch die Hainichener Wohnungs GmbH.

Bekanntlich hat das Unternehmen im Vorjahr Insolvenz angemeldet. Seither gehen die HWG Mieter, viele wohnhaft in der Friedrich-Gottlob-Keller-Siedlung und am Ottendorfer Hang, durch harte Zeiten. Da wird schon mal die Biotonne über Wochen nicht geleert und an den überfüllten Altkleidercontainern sammelt sich der Unrat, auch anderer Müll, zu Bergen. Da gibt es keinen Ansprechpartner bei der Hausverwaltung und oft hat man den Eindruck, dass bei der Auswahl der Mieter ausschließlich finanzielle Interessen eine Rolle spielen. Dadurch ziehen langjährige Mieter entnervt aus. Der Leerstand ist nach meiner Kenntnis durch diese Misswirtschaft schwindelerregend hoch, der Sanierungsstau gewaltig. Eine gute Hausgemeinschaft ist den sogenannten Heuschrecken, als welche man die letzten Besitzer der HWG allesamt bezeichnen kann, völlig egal. Einziger Hoffnungsschimmer sind die zwei Hausmeister, die beide einen sehr guten Job machen und oft als Fußabstreifer für Dinge dienen müssen, für die sie absolut nichts können.

2008 waren wir, damals die Stadt Hainichen und die Gemeinden Striegistal und Tiefenbach gezwungen, die HWG zu verkaufen, da wir in der Nachhaftung für die Altschulden standen. Das gesamte frei verfügbare Geld musste in den Schuldendienst der HWG gesteckt werden. Ohne diesen Schritt, das gehört zur Wahrheit dazu, wären viele der in Hainichen in letzter Zeit umgesetzten Bauvorhaben nicht möglich gewesen.

Die ersten Besitzer vor 16 Jahren waren durchaus seriöse Bestandshalter. Aber vor ein paar Jahren ist die Situation komplett gekippt und es traten die Heuschrecken auf den Plan. Ausländische Investment- und Rentenfonds, die Geld der Kunden anlegen mussten und sich auf Aussagen von Finanzjongleuren verließen. Nach meiner Kenntnis war es bei der HWG zuletzt ein französischer Versicherungskonzern. Dieser müsste jetzt eine Wertberichtigung im zweistelligen Millionenwert durchführen und sich damit einen riesigen Fehler eingestehen. Damit tut man sich logischerweise sehr schwer.

Dann könnte der Verkauf erfolgen und hier stünden durchaus seriöse Interessenten aus unserer Region parat, den Wohnungsbestand der HWG zu übernehmen, auszusortieren und ggf. sogar das eine oder andere Gebäude zurückzubauen.

Wie gesagt tut sich der Hauptgläubiger schwer mit der unvermeidlichen Wertberichtigung. Ich stehe mit dem Insolvenzverwalter aus Hamburg in einem aus meiner Sicht guten und engen Kontakt. Ich hoffe sehr, dass für die HWG zum nächsten Neujahrsempfang bessere Zeiten angebrochen sind, habe aber auch gleichzeitig die Sorge, dass die nächste Heuschrecke das Unternehmen kauft und es immer noch kein „Ende mit Schrecken“ sondern weiterhin „Schrecken ohne Ende“ geben wird. Wir können es ohnehin nur abwarten.

Die Stadt Hainichen würde im Fall eines Erwerbs durch einen Bestandshalter aus der Region prüfen, ob wir in einer noch festzulegenden Form Mitverantwortung übernehmen können. Ich denke, dass hier 2026 eine Entscheidung fallen muss.

Auf kulturellem Gebiet können wir uns 2026 auf einige Highlights freuen. Natürlich wieder die großen Feste wie KRAMBA, Parkfest, Weihnachtsmarkt, Camerafest, die traditionellen und schönen Dorffeste, z. B. in Gersdorf/Falkenau und in Riechberg. Brauchtumsfeuer in Schlegel und Bockendorf, das Badewannenrennen in Cunnersdorf, das Kartoffelfest in Eulendorf. Das Jäger- und Anglerfest, das Georgenstraßenfest und vieles mehr.

Aber auch ganz besondere Dinge können wir 2026 in Hainichen feiern: Das diesjährige Landesschützenfest, zu welchem wir rund 1.000 Schützen aus ganz Sachsen erwarten, wurde dank des Engagements der Priv. Schützengilde nach Hainichen geholt. Am Samstag, dem 18.7., dem Parkfestsamstag erwartet uns ein farbenfroher Schützenumzug. Lieber 1. Direktor Matthias Liebold –Respekt vor dem Mut und eurer Bereitschaft, dieses Event durchzuführen.

Unsere Freiwillige Feuerwehr Hainichen kann 2026 ihr 160jähriges Jubiläum feiern. Sie tut dies am Markt vom 18.9. bis 20.9. Ein Feuerwehrball mit Ehrung langjähriger Kameraden im Goldenen Löwen, ein Konzert der in Hainichen beliebten Band „Colour the sky“ sowie ein zünftiger Frühschoppen sind nur drei der geplanten Höhepunkte an diesem Wochenende.

Eine Woche vorher feiert die LISt mit einem Tag der offenen Tür und dem Besuch hoher politischer Prominenz ihr 30jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass findet übrigens auch die zentrale Auftakt-Veranstaltung für den Tag des offenen Denkmals in Mittelsachsen im Goldenen Löwen statt. Merken sie sich den 13.9. vor.

Der Hainichener Fußballverein Blau Gelb wurde 1946 gegründet. Ihn gibt es damit 2026 bereits 80 Jahre und er ist älter wie Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue. Und unter anderem ist die erste Männermannschaft HFV zum Glück in dieser Saison sehr erfolgreich und strebt den Wiederaufstieg in die Mittelsachsenliga an. Das wäre doch ein tolles Jubiläumsgeschenk. Leider haben wir keinen Rathausbalkon für den Empfang. Das genaue Datum der Feierlichkeiten zum Jubiläum steht noch nicht ganz fest.

Apropos Sport: Ein Highlight in Hainichen und gleichzeitig ein Alleinstellungsmerkmal ist alljährlich das Wolfram-Lindner-Gedächtnis-Radrennen „Rund um ISH“. Dieses Jahr findet es am 17.5., eine Woche vor Pfingsten statt. Sportfreunde sollten sich den Termin vormerken.

In der Lehmgrube dröhnen auch 2026 wieder die Motorräder. Im Vorjahr haben wir zum Neujahrsempfang den Motorsportverein Hainichen für sein jahrelanges Engagement geehrt und dies völlig zurecht. Die Rennszenen, welche sich alljährlich in der Lehmgrube abspielen, können spektakulärer nicht sein und das Engagement, mit welchem die Mitglieder des Motorsportvereins ihre Events vorbereiten, sind in punkto Engagement nicht zu toppen. Am 27. und 28.6.wird es in der Lehmgrube zwei Renntage in der MX Sachsen geben.

Schön, dass es auch in diesem Jahr wieder ein BARKAS-Treffen gibt. Die BARKAS Freunde aus Vorpommern werden am 6.6. zum nunmehr fünften Treffen seiner Art das Gelände der Firma Sonnenberg mit historischen Fahrzeugen, viele davon „made in Hainichen“, besiedeln und gemeinsam mit früheren BARKAS Werkern und Oldtimerfreunden in Erinnerungen schwelgen

Zum Schluss meiner Ansprache möchte ich einige Dankesworte loswerden. Nicht, weil sich das so gehört, sondern weil es für mich eine Herzensangelegenheit ist.

Ich danke den Mitgliedern des Stadtrats und der Ortschaftsräte für ihre konstruktive Arbeit. Es steht bei den Diskussionen stets das Thema selbst und nicht Parteipolitik im Mittelpunkt. Besonderer Dank meinen beiden Stellvertretern Jan Held und Barbara Gruner.

Danke den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihr Engagement 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr bereit zu sein, den Mitmenschen zu helfen. Insgesamt 102mal mussten sie vergangenes Jahr ausrücken und haben alleine bei diesen Einsätzen 1166 Stunden Dienst abgeleistet.

18 Brandeinsätze, 7 überörtliche Einsätze, 67 Technische Hilfeleistungen,10 Fehlalarme sowie 2 Einsätze im Zusammenhang mit dem Gefahrgutzug fallen unter diese Zahl. Zudem wurden durch die insgesamt 130 aktiven Kameradinnen und Kameraden für ihre Grund- und Weiterbildung unzählige Stunden im Ehrenamt abgeleistet. An der Landesfeuerwehrschule Sachsen und auf Kreisebene wurden zahlreiche Weiterbildungen besucht. Jede unserer 6 Ortswehren hat mindestens 17 aktive Kameradinnen und Kameraden. Die noch vor wenigen Jahren prophezeite Personalknappheit, verbunden mit der Überlegung, ggf. Feuerwehren zusammen legen zu müssen, hat sich ins Gegenteil umgekehrt. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren sogar stets angewachsen!

Liebe Feuerwehrfrauen, liebe Feuerwehrmänner unserer Stadt – ihr seid einfach großartig!

Danke aber auch den Trainern und Übungsleitern in den Vereinen für ihr Engagement in den zurückliegenden fast 12 Monaten.

Ich danke Ihnen allen für ihr Engagement in den letzten 12 Monaten, als Unternehmer, Vertreter von Vereinen, als Bürgerpolizisten und in vielen anderen Positionen.

Ein großes Dankeschön allen Kolleginnen und Kollegen bei der Stadtverwaltung für ihren Einsatz im zu Ende gegangenen Jahr.

Liebe Gäste des Neujahrsempfangs: Vor uns liegen im Jahr 2026 noch rund 50 Wochen. Was wünsche ich mir, was wünsche ich Ihnen:

Natürlich hoffe ich sehr, dass weltweit wieder Vernunft, Ruhe und Frieden einkehrt. Dass sich der Trend, dass der Stärkere tun und lassen kann, was er will und das Völkerrecht den Mächtigen offensichtlich völlig egal ist, endlich ein Ende nimmt, ich wäre ja schon zufrieden, wenn die Trumps, Putins und Netanjahus dieser Welt nicht noch mehr am Rad drehen als im vergangenen Jahr. Wenn sie erkennen, dass sich aus der Stärke und Macht heraus mit Militärschlägen keine vernünftige und nachhaltige Politik machen lässt. Dass mit Blick auf sterbende, unschuldige Angehörige nach Luftangriffen nur die IS-Kämpfer von morgen gezüchtet werden

Für unser Land wünsche ich mir Zuversicht, eine Bundesregierung mit echtem Reformwillen und keiner Verzögerungsmentalität. Ich wünsche mir einen Rechtsstaat, der bereit ist, die Krallen auszufahren und die angesprochene 0 Toleranz Politik auch tatsächlich umsetzt.

Von unseren Menschen wünsche ich mir mehr Hoffnung statt Angst, mehr Überzeugung statt immer neuer Regelungen, mehr Eigeninitiative statt Vollkaskomentalität.

Und den ehrlichen Satz: „Wir können froh sein, wenn es uns in einem Jahr immer noch so gut geht, wie heute“.

Ich denke, gerade in den letzten Jahren haben die Worte, welche man sich seit vielen Jahren zu diesem Anlass wünscht, eine tiefere Bedeutung bekommen. Wenn wir uns Gesundheit wünschen, wissen wir, dass diese nicht automatisch gegeben ist. Wenn wir uns Frieden wünschen, wissen wir, dass dieser alles andere als selbstverständlich ist und Glück für viele Menschen auf dieser Welt ein Traum bleibt, von Freiheit ganz zu schweigen.

Bleiben sie mir, bleiben Sie der Stadt gewogen und vor allem bleiben sie gesund. Danke für ihre Aufmerksamkeit.

Dieter Greysinger

Oberbürgermeister

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