Hainichen

85. Geburtstag eines der bekanntesten Hainichener Einwohner– Filmemacher Rainer Simon wurde am 11.1.2026 85 Jahre alt – herzlichen Glückwunsch

Er wurde am 11. Januar 1941 in Hainichen geboren und wuchs hier auf. Rainer Simon pendelte als Schüler nach Frankenberg zur dortigen Oberschule. Nach seinem Regiestudium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg (heute Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf) bekam er eine Anstellung bei der DEFA.

Am Sonntag, den 11.01., konnte Rainer Simon, der seit vielen Jahren in Potsdam lebt, seinen 85. Geburtstag feiern. Sein Konterfei ist seit knapp 3 Jahren auch auf dem EDEKA Markt der Generationen zu sehen. Eine Würdigung und Wertschätzung seiner Heimatstadt an ihren großen Sohn.

Sein erstes eigenes Filmprojekt zu Horst Bastians Roman „Die Moral der Banditen“, konnte er infolge des 11. Plenums des ZK der SED nicht realisieren. Er debütierte mit „Wie heiratet man einen König?“ (1968). Grimms Märchen boten mehrfach die Vorlage für seine Filme.

Durch seine politische Haltung, welche sich regelmäßig auch in seinen politischen Äußerungen widerspiegelte, wurde Rainer Simon zu DDR-Zeiten teilweise beschattet und bespitzelt. Doch konnten trotzdem neue Filme entstehen. Für „Die Frau und der Fremde“ erhielt er 1985 als einziger Regisseur aus der DDR den Goldenen Bären der Berlinale.

Der Spielfilm, der alles verändern sollte, war „Die Besteigung des Chimborazo“, eine Koproduktion Bundesrepublik Deutschland/DDR im Jahr 1988, über Alexander von Humboldt, gedreht an Originalschauplätzen in Ecuador.

Das damals scheinbar Unmögliche, nämlich nach Südamerika zurück zu kehren, wurde durch die Wende möglich. Immer mehr fasziniert begann er Videos zu drehen:

„Die Farben von Tigua“ über indianische Malerei aus den Anden, „Mit Fischen und Vögeln reden“ mit den letzten Zápara-Indianern im Urwald Amazoniens und „Der Ruf des Fayu Ujmu“, nach einer Legende der Chachi-Indianer. Ecuador ließ ihn nicht mehr los und wurde die zweite Heimat, des Filmemachers mit Hainichener Wurzeln.

Ist er unterwegs, fotografiert und schreibt er, immer auf der Suche nach den Rätseln des Daseins, den Blick auf Überraschendes, Widersprüchliches, Abenteuerliches und kritisch auf Bedrohliches gerichtet. Rainer Simon bleibt nicht Lebensgenießer oder feinsinniger Beobachter, er engagiert sich. So gründete er mit dem Kameramann Frank Sputh den Verein zur Unterstützung indigener Völker „Lebendige Erde – Sacred earth e. V.“.

1993 bis 1996 arbeitete Rainer Simon als Professor an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Im Jahr 2000 inszenierte er am Hans-Otto-Theater in Potsdam. 2005 stellte Simon seine Autobiografie „Fernes Land – die DDR, die DEFA und der Ruf des Chimborazo“ sowie seinen ersten Roman „Regenbogenboa“ auch in seiner Heimatstadt vor.

Im Jahre 2011 erschien anlässlich einer Fotoausstellung das Buch „Hinter die Bilder schauen - Texte und Fotos aus Amerika“, ein Kooperationsprojekt, bei dem neben Potsdam und Thessaloniki Hainichen beteiligt war.

Auch heute kehrt Rainer Simon regelmäßig zu seinen Wurzeln zurück. Von dort grüßen wir ihn ganz herzlich und gratulieren zu seinem 85. Geburtstag.

Dieter Greysinger       Angelika Fischer                                Bild: Falk Bernhardt

Oberbürgermeister     Leiterin Gellert-Museum

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