Hainichen

8.09. - Einladungen zum Tag des offenen Denkmals 2019 in Hainichen

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht unter dem Motto: Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur. Unser Sachgebietsleiter Bau, Hartmut Stenker, hat sich dazu wieder einige Gedanken gemacht:

Werner Mausoleum: Traditionell öffnet der Altstadtförderverein Hainichen e. V. zum Tag des offenen Denkmals das Werner Mausoleum am Alten Friedhof. Zwischen 13 Uhr und 16.00 Uhr erklären Mitglieder des Vereins die spannende Geschichte des Gebäudes und die Aktivitäten des Altstadtfördervereins, das Mausoleum zu sanieren und vor dem Verfall zu retten.

Ehemaliges Gefängnis (Hinterhof altes Amtsgericht auf der Gerichtstraße): Dieses Kleinod Hainichener Geschichte ist den meisten unserer Einwohner wohl weitgehend unbekannt. Dabei verbirgt sich dort ein typisches und sehr sehenswertes Gerichtsgefängnis des beginnenden 20. Jahrhunderts. Dankenswerterweise hat uns der in Madrid lebende spanische Besitzer des ehemaligen Amtsgerichts erlaubt, das Gebäude zum Denkmaltag für die Öffentlichkeit aufzusperren. Zwischen 13 Uhr und 16 Uhr besteht die Möglichkeit der Besichtigung des ehemaligen Gefängnisses. 

Der von außen eher unscheinbare Bau beherbergt ein typisches Gerichtsgefängnis zum Ende des 19./ Beginn des 20. Jahrhunderts. Im Zuge der Sanierungsarbeiten des Amtsgerichts zu Beginn des neuen Jahrtausends wurde auch das Gefängnis in Ordnung gebracht und ist eine sehr sehenswerte Ecke in unserer Stadt geworden. Zum Tag des offenen Denkmals am 8.9.2019 präsentierte Sachgebiettsleiter Hartmut Stenker von 13 – 16 Uhr das ehemalige Gefängnis den Besuchern. Der Eintritt ist frei.

In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an die in Spanien lebenden Besitzer des Gebäudes, welche sich bereit erklärt haben, dass wir das Gefängnis zum Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit zeigen können. Vielen Dank auch der benachbarten Familie Glöß, Hartmut Stenker sowie Herrn Schreuers aus Düsseldorf, ohne deren Engagement die Öffnung ebenfalls nicht möglich gewesen wäre.

Fachwerkhaus An den Stufen 4 in Hainichen: Da dieses Haus an keiner befahrenen Straße liegt, sind die Arbeiten dort in den letzten Monaten weitgehend von der Öffentlichkeit unbeachtet durchgeführt worden. Zwischen Neumarkt und Jägerberg ist eines der sehenswertesten Gebäude in Hainichen überhaupt entstanden. Das Fachwerk, des 1776 erbauten Haus, reicht vom Erdgeschoß des Gebäudes über die gesamte Giebelfläche. Der Besitzer der Immobilie, Tony Wagner von der bekannten Riechberger Drechslerfamilie, zeigt dieses sehr ansehnliche Fachwerkhaus zum Tag des Denkmals der Öffentlichkeit. Zwischen 9 und 17 Uhr ist die Besichtigung des Gebäudes möglich. Da es in einem der ältesten Stadtteile von Hainichen liegt, sind die Zufahrtswege sehr eng und das Haus nur zu Fuß erreichbar. Parkmöglichkeiten finden sich aber gleich in der Nähe auf dem Neumarkt und dem Parkplatz an der Oederaner Straße.  

Ebenso wird am 8.9. um 16 Uhr eine Gedenktafel für die Gefallenen des 2. Weltkriegs in unserem Ortsteil Cunnersdorf feierlich enthüllt. Die Sanierung des bereits bestehenden Denkmals für die Gefallenen des 1. Weltkriegs war bereits zum Denkmaltag 2017 abgeschlossen worden. Auf Initiative Cunnersdorfer Einwohner wurde das Denkmal mit den Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen Bewohner des Dorfs am Mittelpunkt von Mittelsachsen ergänzt.

Gerade dieses Jahr, in dem wir am 1. September den Beginn dieser größten Menschheitskatastrophe des vergangenen Jahrhunderte überhaupt gedenken, ist es wichtig und richtig aufzuzeigen, wohin übertriebener Nationalismus, die Herabwürdigung und Verfolgung Andersdenkender bzw. von Personen nur wegen ihrer Herkunft bzw. Hautfarbe führt. Auch die gefallenen deutschen Soldaten waren zumeist Opfer und weniger Täter des menschenverachtenden Nazi-Regimes. Dieses Gedenken ist gerade der jüngeren Generation aus meiner Sicht über die Zeit leider ein Stück verloren gegangen. 

Dieter Greysinger

Bürgermeister

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