Hainichen

Corona Information - Stand Mittwoch, 25.3.2020, 13 Uhr

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

nachstehend die aktuellen Informationen von mir zum Thema „Corona in der Region Hainichen“.

Keine neuen Infizierten in Hainichen und Umgebung

In der heutigen Mail vom Landratsamt sind keine neuen nachgewiesenen Erkrankungen aus Hainichen aufgeführt. Übrigens auch nicht aus Rossau und Striegistal. Stand 25.3.2020, 11 Uhr gibt es im Landkreis Mittelsachsen 51 erkrankte Personen. Das sind 7 Personen mehr als gestern. Ich möchte aber davor warnen, sich deshalb  in Sicherheit zu wiegen und verweise auf die späteren Ausführungen meiner heutigen Information. Stand heute, 25.3.2020 um 11 Uhr gab es in Sachsen insgesamt 1018 infizierte Personen, 6 Todesfälle (Landkreis Zwickau, Landkreis Bautzen, Dresden) sowie 14 genesene Personen.  Schwerpunkte in Sachsen sind nach wie vor die Stadt Leipzig (181 Fälle), Stadt und Landkreis Zwickau (172 Erkrankungen), Stadt Dresden (169 Erkrankungen) sowie der Landkreis Bautzen (96 nachgewiesene Fälle)

Wichtige Information für Hainichener Firmen, welche Mitarbeiter aus der Tschechischen Republik beschäftigen:

Tschechien plant eine weitere Verschärfung der Reiserestriktionen. Bislang konnten Berufspendler die Grenze zwischen unserem Nachbarland und Deutschland noch täglich passieren. Dies soll ab Donnerstag nicht mehr der Fall sein.

Ich habe diese Information bereits am Dienstagmittag beim „Hähnchenmann“ am Netto, der in unserem Nachbarland wohnt, erhalten. Er berichtete mir, von einer täglichen Wartezeit von 2 Stunden und mehr an der deutsch/tschechischen Grenze und das er sich ab Donnerstag entscheiden muss, ob er (zunächst) dauerhaft in Deutschland bleibt, oder auf absehbare Zeit nicht mehr zu uns darf. Rückkehrer aus Deutschland müssen wohl nach der Rückkehr nach Tschechien zwei Wochen in Quarantäne.

Durch die Sächsische Staatsregierung soll ein Hilfs- bzw. Notprogramm für tschechische Pendler in bestimmten Aufgabenbereichen eingerichtet werden. Damit sollen diese in die Lage versetzt werden, zusätzliche Kosten auszugleichen. Eventuell wird den Pendlern in bestimmten Berufsgruppen eine Pauschale für den Zeitraum der Grenzschließung zur Verfügung gestellt.

Nach meinem Kenntnisstand arbeiten in Hainichen trotz der relativ großen Entfernung einige tschechische Bürger, welche täglich von Nordböhmen aus in unsere Stadt pendeln. Auch wenn die Pauschale meines Wissens nur für Mitarbeiter im Pflege-, Gesundheits- bzw. Rettungsdienst geplant ist, ich würde doch gerne eine Meldung für alle Arbeitnehmer aus Tschechien abgeben wollen, die in Hainichen arbeiten. Natürlich nur für Arbeitnehmer, die planen in Deutschland weiter zu arbeiten. Wir benötigen diese Meldung bis spätestens Donnerstag, 26.3.2020 um 9.30 Uhr. 

Ob diese dann, für den Fall, sie entscheiden sich, zunächst in Deutschland zu bleiben, von der Regelung profitieren oder nicht, ist aus meiner Sicht zunächst zweitrangig. Bitte geben Sie entsprechende Meldungen UMGEHEND mit Name, Vorname, Anschrift in Tschechien, Geburtsdatum sowie Art und Umfang der Tätigkeit und möglichst auch Kontaktdaten (E-Mail Anschrift) an cornelia.morgenstern@hainichen.de

Nähere Hilfe zu den aufgelegten Hilfsprogrammen von Bund und Freistaat

Sowohl durch den Bund als auch durch den Freistaat werden umfangreiche Hilfen für von der Coronapandemie stark betroffene Firmen aufgelegt. Nach meinem Kenntnisstand kann man die Hilfsprogramme miteinander kombinieren. Das bedeutet zum Beispiel, dass das zinslose Darlehn der SAB durch die Zuschüsse des Bundes zurückgezahlt werden können. Die Zuschüsse des Bundes sollen ebenfalls über die SAB ausgereicht werden. Diese Aussage ist ohne Gewähr, ich erhielt sie vom Landtagsabgeordneten Henning Homann. Anbei die Links:

Landesprogramm Sachsen : SAB  https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp

Bundesprogramm: https://www.bmwi.de/Navigation/DE/Home/home.html

Ebenfalls dieser Mail beigefügt habe ich wichtige Telefonnummern der Landesinstitutionen zu Fragen beim Thema Corona.

Kita-Beiträge für die Zeit der nicht erfolgten Betreuung in unseren Kitas (insbesondere für den Monat April 2020)

Wie bereits am Montag mitgeteilt: Wir haben uns mit den Freien Trägern verständigt, dass diese für den April keine Abbuchung der Beiträge vornehmen. Falls die aktuelle Situation noch länger andauert, wird nach Ostern neu entschieden, wie es weitergeht. Die Freien Träger haben uns bestätigt, dass die Technischen Voraussetzungen geschaffen wurden, dass keine Abbuchung erfolgt.

Trotz der niedrigen Zahlen in unserer Region besteht absolut kein Grund, sorglos zu sein.

Auch wenn die derzeitige Zahlen in Hainichen auf den ersten Blick so erscheinen, als müsse man keinen großen Anlass zur Sorge haben und könne vielleicht sogar etwas lockerer mit den Kontaktverboten umgehen: Es ist durchaus möglich, dass es eine erhebliche Dunkelziffer gibt, denn getestet werden nur solche Personen mit Kontakt zu nachweislich Infizierten bzw. wenn diese aus einem Risikogebiet kommen.

Eine Person, welche leichtfertig das Virus verbreitet (und dies möglicherweise dabei nicht einmal selber spürt) kann dafür sorgen, dass diese Situation innerhalb kürzester Zeit kippt, auch in Hainichen.

Die erste an Corona erkrankte Person aus Hainichen hat sich nach meiner Einschätzung,  vorbildlich verhalten. Sie ist vor genau zwei Wochen aus dem Skiurlaub zurück gekommen. Hätte sie weitere Personen angesteckt, wäre die Krankheit nach meiner Einschätzung zwischenzeitlich ausgebrochen. Vielen Dank an L. für ihr umsichtiges Verhalten!

Es besteht noch immer die Regelung  (Anweisung der Kassenärztliche Vereinigung und des Robert-Koch- Instituts - RKI), dass der symptomatische Patient (der meint, infiziert zu sein)  sich nach telefonischer Ankündigung bei seinem Hausarzt melden soll, der in seinem Ermessen den Abstrich macht.

Laut RKI-Richtlinie  soll nach wie vor kein „gesunder“ Mensch einen Abstrich erhalten, da dieser negativ sein wird, sondern nur der, der aus einem Risikogebiet kommt und Symptome hat, bzw. mit einem nachgewiesenen Kranken Kontakt hatte und Symptome hat. „Einfach mal zum Testen gehen" funktioniert nicht.

Das Gesundheitsamt wird erst dann aktiv (so lautet die Anweisung), wenn positiv getestete Fälle gemeldet werden. Diese werden mit behördlicher Anordnung in Quarantäne geschickt. Alle Kontaktpersonen werden darauffolgend ermittelt, in Kategorien eingestuft (nach der Intensität des Kontaktes) und dann abgesondert und beraten.

Kontrollen des Ordnungsamts zur Umsetzung der Allgemeinverfügung

Auch heute war unser Ordnungsamt wieder in der Stadt unterwegs, auch um Kontrollen durchzuführen, ob die derzeitigen Beschränkungen des Öffnens der Geschäfte eingehalten werden. In einzelnen Fällen musste den Geschäftsinhabern der Wortlaut der aktuell geltenden Allgemeinverfügung noch einmal erklärt werden. Die Schließung eines Geschäfts bzw. die Reduzierung des vorhandenen Dienstleistungsangebots wurden angewiesen, nach Ansicht unseres Ordnungsamts wurde dies auch akzeptiert und umgehend umgesetzt. Danke für die Einsicht. 

Mit diesen aktuellen Informationen schließe ich mein heutiges Update und werde mich morgen wieder melden. Bleiben Sie gesund und passen Sie auf sich auf.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgermeister

Dieter Greysinger

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