Hainichen

Professor Franz Holzweißig am 23.9.2018 verstorben

Gerade vielen älteren Einwohnern unserer Stadt ist der Name Holzweißig noch ein guter Begriff. In mehreren Generationen waren Mitglieder der Familie Holzweißig als Ärzte in  unserer Stadt tätig.

Der Sohn des letzten Arztes der Familie in Hainichen (er war im damaligen Hainichener Krankenhaus Chirurg, Frauenarzt und Radiologe in einer Person) verbrachte große Teile seiner Kindheit und Jugend in unserer Stadt.

Dann wurde er Kruzianer am Dresdner Kreuzchor. Glücklicherweise verließ er auf dringenden Rat seines Vaters diesen Knabenchor kurz vor der verhängnisvollen Nacht des 13.2.1945, in der Dresden bombardiert wurde.

Die Bombardierung Dresdens erlebte er als Jugendlicher in Hainichen mit, wo er darüber berichtete, dass sich der gesamte Himmel östlich der Gellertstadt rot färbte.

Nach Studien in Wismar und Mittweida machte er 1949 den Abschluss als Ingenieur. Später studierte er an der TU Dresden Maschinenbau. Zwei Söhne, zehn Enkel und drei Urenkel zählen zu seinen Nachkommen. Einer der Söhne ist niedergelassener Radiologe in Dresden.

Später machte Franz Holzweißig als Professor am Institut für Technische Mechanik in Dresden Karriere. Mehrere Bücher, welche in der Fachwelt hohe Anerkennung bekamen, entstammen seiner Feder.

Von 1991 bis 1994 war er Dekan der Fakultät für Maschinenwesen der TU Dresden. Rund 130 Doktorarbeiten hat er während seines Berufslebens begleitet.

Lange Zeit hielt Franz Holzweißig Kontakt zur Stadt seiner Kindheit. So erinnerte er sich nur wenige Tage vor seinem Tod daran, dass er kurz vor Ende des 2. Weltkriegs im Neorokokosaal des „Goldenen Löwen“ für den Wehrdienst gemustert wurde.

Anlässlich seines 90. Geburtstags am  27.3.2018 konnte ich ihm im Namen der Stadt mit einer Glückwunschkarte und einem Telefonat noch persönlich gratulieren. Schon damals deutete er an, dass es ihm gesundheitlich nicht gut geht.

Am 23.9. ist er nun, rund 1/2 Jahr nach seinem 90. Geburtstag verstorben. Anlässlich dieses Ehrentages wurde Franz Holzweißig in der Aprilausgabe des Gellertstad-Boten gewürdigt.

Wir wünschen den Angehörigen viel Kraft, über diesen Verlust hinweg zu kommen und werden Prof. Franz Holzweißig ein ehrendes Gedenken bewahren.                                       

Dieter Greysinger

Bürgermeister

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