Hainichen

Errichtung und Betrieb einer Photovoltaikanlage auf der ehemaligen Kreismülldeponie in Hainichen / Falkenau

Der Abfallwirtschaftsverband Chemnitz (AWVC) beantragte bei der Landesdirektion Sachsen eine abfallrechtliche Plangenehmigung für die wesentliche Änderung der Deponie Falkenau mit dem Ziel der Errichtung und des Betriebes einer Photovoltaikanlage. Ein solches Vorhaben bedarf nach Angabe der Landesdirektion grundsätzlich einer Planfeststellung nach § 35 (2) Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Im konkreten Fall kann vereinfachend eine Plangenehmigung erteilt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Die Stadt Hainichen erhielt im Zuge des Verfahrens mit Schreiben vom 27.02.2018 die Gelegenheit zur Abgabe einer Stellungnahme.

Mit Bescheid vom 16. Mai 2018 erteilte die Landesdirektion Sachsen die Plangenehmigung nach § 35 (3) KrWG. Bei Interesse kann diese Genehmigung im Bau- und Ordnungsamt der Stadtverwaltung eingesehen werden.

Vorhabenträger ist die Amatec PV 23 GmbH & Co. KG aus 84332 Herbertsfelden in Bayern. Die Photovoltaikanlage (kurz PVA) soll sich über das gesamte Deponieplateau innerhalb der asphaltierten Deponieumfahrung erstrecken (Flurstück-Nr. 279/13 der Gemarkung Falkenau). Die Fläche beträgt ca. 3,5 Hektar. Eigentümer des Grundstücks ist der Landkreis Mittelsachsen. Insgesamt werden laut Vorhabensbeschreibung 8.328 polykristalline PV-Module mit einer Gesamtleistung von 2.250 kWp (Kilowatt peak) installiert. Die PV-Module werden auf einer verzinkten Stahlunterkonstruktion in einem Winkel zur Horizontalen von 20 Grad montiert und Richtung Süden ausgerichtet (siehe Modulbelegungsplan). Der Anschluss der PVA an das öffentliche Stromnetz erfolgt über das 20 kV-Mittelspannungsnetz der MITNETZ Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom GmbH. Als Netzverknüpfungspunkt wurde durch den Netzbetreiber das 20 kV-Mittelspannungs-Kabel im Bereich der Deponieeinfahrt zugewiesen. Im Eingangsbereich der Deponie ist eine kundeneigene Übergabestation mit Mittelspannungsschaltanlage, Fernwirktechnik und Messung der erzeugten und eingespeisten elektrischen Energie zu errichten.  Der genaue Standort soll noch mit dem Netzbetreiber abgestimmt werden.

Zur Minimierung der statischen und dynamischen Belastungen der Deponieoberfläche wird für die Errichtung der PV-Anlage nur leichtes Gerät zum Einsatz kommen. Die Trafostationen werden fabrikfertig geliefert und von der Deponieumfahrung aus mit einem Kran in die vorbereiteten Baugruben eingestellt. Für die Spannungstransformation von der 400 V-Ebene (Wechselrichterausgang) auf die 20 kV-Ebene werden auf dem Baufeld der PVA drei Trafostationen errichtet.

Nach Abschluss der Anlagenerrichtung wird das Baufeld vollständig beräumt. Hierzu zählen auch der Rückbau und Abtransport der Baustelleneinrichtung sowie die fachgerechte Entsorgung aller Verpackungsmaterialien.

Die PVA ist für einen Betrieb ohne personelle Beaufsichtigung konzipiert. Die zuverlässige Anlagenfunktion wird automatisch per Fernüberwachung durch eine Servicefirma gewährleistet. Im Falle einer Störung wird automatisch Alarm ausgelöst. Die Servicefirma wird daraufhin die Fehlermeldung analysieren und die Fehlerbehebung einleiten. Darüber hinaus erfolgen regelmäßige Wartungs-, KOntroll- und Pflegemaßnahmen. Nach der Aufgabe der Nutzung der PVA bzw. der Beendigung des Pachtverhältnisses wird der vollständige Rückbau der Anlage erfolgen.

Hartmut Stenker
Sachgebietsleiter Bauverwaltung
Bau- u. Ordnungsamt

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