Hainichen

Eiserne Hochzeit von Christa und Johannes Martin aus Hainichen am 25.10.17

Christa und Johannes Martin sind schon länger miteinander verheiratet, wie ein Großteil der Bewohner aus Hainichen überhaupt auf der Welt ist. Am 25.10.2017 feierte das geistig und körperlich erfreulich fitte Ehepaar das Fest der Eisernen Hochzeit. Damit sind sie seit 65 Jahren miteinander verheiratet.

Johannes Martin, der bereits weit über 90 Jahre alt ist, nahm die Gäste bereits am Eingang des seniorengerechten Wohnens auf der Feldstraße in Empfang. Trotz seines biblischen Alters ist er nach wie vor gerne in der Stadt unterwegs und man trifft ihn regelmäßig unter anderem zum Wochenmarkt.

Er stammt aus einer alten Hainichener Fleischerfamilie. In Döbeln ging er ab dem Jahr 1939 zur Lehre, musste dann aber, wie so viele seiner Mitschüler in den 2. Weltkrieg ziehen. Er wurde verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung und der Rückkehr nach Hainichen war der elterliche Fleischereibetrieb nicht mehr vorhanden, da seine Eltern zwischenzeitlich verstorben waren. Während dieser Zeit lernten sich die beiden in der Niederstadt kennen und lieben, sie wohnten miteinander in der Nachbarschaft.

Johannes Martin begann bei den FRAMO Werken zu arbeiten und qualifizierte sich zum Leiter für den Wareneingang. Sein Hobby, die Kaninchenzucht, betrieb er zeitlebens mit großer Hingabe. Da er besonders gerne die Rasse „Englische Schecken“ züchtete, erhielt er später auch den Spitznamen „Schecken Hans“. In jungen Jahren spielte Johannes Martin gerne Feldhandball. Nachdem er seine Frau kennengelernt hatte, begleitete sie ihn oft zu den Handballspielen, auf den Sportplatz auf der Frankenberger Straße. Später spielte man dann in der Turnhalle der MTS auch regelmäßig Hallenhandball.

Auch Christa Martin gefiel die Kaninchenzucht und so trat sie bald nach der Hochzeit im Jahr 1952 ebenfalls in den Rassekaninchenzuchtverein ein. Johannes Martin leitete von 1970 bis 1997 mit viel Umsicht diesen altehrwürdigen Hainichener Verein. Auch heute noch hält er einige wenige englische Schecken und wird am 1. Adventswochenende sicherlich wieder zur alljährlichen Rassekaninchenausstellung im HKK Vereinshaus anzutreffen sein.

Christa Martin erlernte den Beruf der Weberin bei der Fa. Fritzsche in Hainichen. Nach der Geburt der beiden Söhne machte sie familiär bedingt einige Jahre Pause im Beruf, ehe sie ins Büro der damaligen Färberei Stöß auf die Gellertstraße wechselte.

Viele Wochenenden verbrachten Martins im Wochenendhaus in Ringethal an der Talsperre Kriebstein. Hier gefiel es ihnen so gut, dass Urlaubsreisen in weiter entfernte Gefilde zeitlebens eher die Ausnahme blieben.

Auch heute sind beide mit dem Leben sehr zufrieden und man merkt schon kurz nach dem Kennenlernen, dass es wohl über weite Strecken eine sehr harmonische Ehe ist, welche die beiden führen. Regen Kontakt halten sie natürlich zu ihren Nachkommen. Dazu zählen neben den beiden Söhnen (einer davon, Sohn Gunter, leitet seit 20 Jahren die Badmintonabteilung des SV Motor) auch zwei Enkel und ein Urenkel.

Der Bürgermeister besuchte das Jubelpaar in Begleitung seines langjährigen Stellvertreters Horst Glöß, der in dieser Funktion vor 5 Jahren zum Fest der Diamantenen Hochzeit gratuliert hatte und der in der Nachbarschaft wohnt. Er überbrachte die Glückwünsche von Stadtverwaltung und Stadtrat.

Wir wünschen Johannes und Christa Martin viele weitere Jahre bei guter Gesundheit und gratulieren auch von dieser Stelle noch einmal zum Fest der Eisernen Hochzeit.

Dieter Greysinger

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