Hainichen

Das Kriegerdenkmal in Cunnersdorf erstrahlt wieder in altem Glanz

Ein markanter Anblick war das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs aus dem heutigen Hainichener Ortsteil in der Mitte von Mittelsachsen schon immer. Da zwei vielbefahrene Straßen daran vorbeiführen, stach der Gedenkstein aus Rochlitzer Porphyr täglich vielen Leuten förmlich ins Gesicht. Aber mit der Zeit war das Denkmal in der Ortsmitte von Cunnersdorf zunehmend verwittert. Die Namen der Gefallenen waren zum Teil unleserlich geworden. So haben engagierte Bewohner von  Cunnersdorf das Heft des Handelns selber in die Hand genommen, um dieser unschönen Entwicklung Einhalt zu gebieten.

Allen voran der langjährige Wehrleiter von Cunnersdorf, Thomas Eichhorn. Unterstützt von den Mitgliedern des Ortschaftsrats und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Cunnersdorf starteten sie eine Sammelaktion, wie es sie in der Geschichte von Hainichen wohl noch niemals gegeben hat.

Am Schluss kamen auf diese Art rund 3.500 € Spenden heutiger und ehemaliger Einwohner von Cunnersdorf zusammen. Dank finanzieller Unterstützung der Denkmalbehörde im Landratsamt Mittelsachsen sowie der Stadt Hainichen konnte das rund 8.000 € teure Vorhaben in Angriff genommen werden.

Durch den Steinmetzmeisterbetrieb Böttger aus Mittweida wurden die Tafeln in Absprache mit dem Denkmalschutz aufgearbeitet und neue Platten angebracht. Die Denkmalhülle, welche aus Rochlitzer Porphyr besteht, wurde ebenfalls aufgearbeitet.

Anlässlich des diesjährigen Tags des offenen Denkmals am 10.9.2017 war es soweit. In Anwesenheit zahlreicher Gäste, unter anderem war auch die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann nach Cunnersdorf gekommen, wurde das restaurierte Denkmal seiner Bestimmung übergeben.

Thomas Eichhorn hielt dabei noch einmal Rückblick auf den steinigen Weg, bis es zur Sanierung des Denkmals kommen konnte. Denn es mussten neben der Sammlung des Geldes für die Arbeiten auch Wünsche des Denkmalschutzes berücksichtigt und unzählige Gespräche geführt werden. Aber getreu dem Motto „Ende gut-alles gut“ ist man jetzt glücklich, dass alles zu einem guten Ende gekommen ist.

Der Hainichener Bürgermeister, dessen Idee, zum Tag des offenen Denkmals 2014 an den Beginn des 1. Weltkriegs 100 Jahre vorher zu erinnern und die einzelnen Denkmäler in der Stadt anzufahren, Stein des Anstoßes für Thomas Eichhorn war, hier aktiv zu werden, drückte seine Anerkennung vor dem Engagement aller Akteure aus. Er brachte in seinem Grußwort zum Ausdruck, dass es gerade in der heutigen Zeit ganz wichtig sei, an die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern.

Viele der auf dem Denkmal stehenden Namen gehören Männern, welche bereits in jungen Jahren ihr Leben für einen sinnlosen Krieg lassen mussten. Nur wer die Grausamkeiten der Kriege nicht vergisst, wird auch dafür kämpfen, dass von deutschem Boden nie wieder Schrecken und Gewalt ausgeht.

Mit der Kranzniederlegung durch den Cunnersdorfer Wehrleiter Ronald Winkler und Ortsvorsteherin Marion Wolf endete der offizielle Teil der Einweihungsfeier.

Dieter Greysinger

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