Hainichen

90. Geburtstag von Irmgard John aus Hainichen am 21.12.2017

Mit erfrischendem Humor und einer erstaunlichen körperlichen und geistigen Fitness, begrüßte die Hainichenerin Irmgard John am 21. Dezember 2017 die zahlreichen Gäste, welche sie an diesem Tag besuchten, um ihr zum 90. Geburtstag zu gratulieren. Von Seiten der Stadt kam der Bürgermeister vorbei, um die Glückwünsche von Stadtrat und Stadtverwaltung zu übermitteln.

Geboren wurde die Jubilarin kurz vor Weihnachten 1927 in Schlesien. Ihre Familie war selbst für die damalige Zeit recht groß. Insgesamt hatte sie 6 Geschwister, gleichzeitig war sie die Älteste der sieben Kinder.

In der damaligen Kreisstadt Lüben, zwischen Görlitz und Breslau gelegen, besuchte sie die Schule, ehe sie mit 17 Jahren das Schicksal hart traf. Ihr und ihrer Familie wurden durch den Krieg plötzlich die Heimat und das gewohnte Umfeld genommen. Der Kampf ums Überleben wurde für sie zum Alltag. Als Flüchtlinge versuchten sie gemeinsam mit ihrer Familie in Deutschland eine Bleibe zu finden und wurde zunächst in Eulendorf ansässig.

Gleich nach der Ankunft in unserer Region, musste sie im zarten Alter von 17 Jahren bei Bauern in Stellung gehen um ihrer Familie finanziell zu helfen.

Im nahegelegenen Mobendorf lernte sie ihren späteren Mann kennen und lieben. 1949 läuteten schließlich die Hochzeitsglocken. Im selben Jahr wurde das erste Kind geboren. Man fand in Mobendorf eine neue Heimat.

Insgesamt schenkte Irmgard John vier Kindern das Leben. Die Familie war ihr während der gesamten Zeit immer sehr wichtig und ist es auch heute noch. Ein Großteil der Familie lebt in unserer Region, doch auch der seit 1989 in der Nähe von Düsseldorf wohnende Sohn schaut regelmäßig mit seiner Familie bei der Mutter zu Besuch vorbei.

Irmgard John half auch nach der Geburt der Kinder weiter in der Landwirtschaft aus. Später wurde sie Verkäuferin im Mobendorfer Dorfkonsum. Es folgten Jahre als Köchin und Betreuerin im damals neugeschaffenen Kindergarten in Mobendorf.

Irmgard John war aber auch gern für ihre Mitmenschen da. Im Mobendorfer Gemeinderat war sie aktiv und spielte in der Freizeit mit viel Freude in einer Laienspieltheatergruppe.

Die Kinder wuchsen heran und Irmgard John suchte sich eine Arbeit bei der Firma Kirbach und Söhne in Pappendorf. Bis zu ihrem Eintritt ins Rentenalter war sie dort beschäftigt.

1980 zog sie mit ihrem Mann nach Hainichen und fühlte sich von Anfang an sehr wohl. Wie sie berichtete, ist gerade im Alter das Leben in der Kleinstadt erheblich leichter.

Da ihr Ehemann nach der Wende in den Vorruhestand ging, blieb Familie John Zeit zum verreisen. Einem Hobby, dem man sehr gerne nachgegangen ist.

2007 verstarb ihr Mann im Alter von 80 Jahren. Dank der Familie hatte sie auch in der Zeit danach niemals das Gefühl, alleine zu sein. Alle Nachkommen, dazu zählen 5 Enkelkinder, schauen auch heute noch regelmäßig bei der Oma vorbei.

Zur runden Geburtstagsfeier war dann die gesamte Familie versammelt, neben den 4 Kindern zählen dazu 5 Enkel und 9 Urenkel.

Frau John schaut nach eigenen Worten zufrieden auf ein erfülltes Leben mit vielen Höhen, aber auch einige Tiefen zurück.

Wir wünschen ihr noch viele weitere Lebensjahre im Kreis ihrer Familie und gratulieren Irmgard John auch von dieser Stelle aus noch einmal ganz herzlich zum 90. Geburtstag.

Dieter Greysinger  

Bürgermeister

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